Reisebericht
01. - 30.04.09 Burns Beach - Perth
Vom Lake Ballard konnten wir uns kaum trennen. Die rote Landschaft, der weisse See und der blaue Himmel, da hatten wie Mühe zum Abschied nehmen. Doch unsere Outbackzeit geht langsam aber sicher zu Ende. Wir reisten nach Kalgoorlie und dann weiter zur Westküste. Unterwegs begeneten wir dem bekannten Kaninchenzaun mit einigen Infotafeln. Am Anfang waren es nur 24 Kaninchen.... so steht unter anderem folgendes:
"The State Barrier Fence of Western Australia"
(Früher bekannt als Kaninchenzaun
1901 - 2001)
Die Kaninchen wurden im Jahre 1859 als Ergänzung zum Jagdsport nach Australien eingeführt. Thomas Austin importierte 24 Kaninchen von England und liess sie auf seinem Grundstück frei. Die Kaninchen vermehrten sich schnell und verbreiteten sich in Victoria, New South Wales, Süd-Queensland und South Australia. Bis 1894 haben sich die Kaninchen quer durch die Nullarbor Plain ausgebreitet und erreichten West Australien am Rand. Die zunehmende Kaninchenpopulation richtete bei den Farmern grosse Schäden an. Sie frassen viele Feldfrüchte und Weideland, was die Farmer-Gemeinschaft viel Geld kostete. Die Bedrohung wurde sehr ernst, so dass die königliche Kommission im 1901 nach Lösungen suchte. Das Resultat war, dass Forscher und Landvermesser unter Bedrohung das Land überprüften und sie kamen zum Ergebnis einen "barrier fence" (Zaun) zu erstellen der in Burracoppin beginnt. Später, im 1901, wurden private Bauunternehmer angeworben um den Zaun zu bauen und die Kaninchen vor dem Eindringen in den Staat zu stoppen. Die Errichtung vom längsten Zaun der Welt begann. Im August 1904 war der Zaun fertig projektiert und die Leitung zur Ausführung dem Aufseher R.J. Anketell übergeben worden.
Mehr als 400 Männer waren in Arbeitsgruppen beschäftigt. Während dem Bau des Zaunes rückten die Kaninchen noch weiter nach Westen und so gab man zwei weitere Zäune, 1904 und 1906, in Auftrag. Den Zaun zu bauen war eine schwierige Aufgabe um die Jahrhundertwende. Etwa 8'000 Tonnen Material transportierte man mit Schiff und Eisenbahn zu den Depots. Von dort wurde das Material mit Kamelen, Pferden und Eseln weiter an die Baustellen verteilt. Der Zaun bestand aus vier horizontalen Drähten und einem Drahtnetz. Der unterste Teil vom Drahtnetz tauchte man in den heissen Teer, so dass er im Boden nicht rostete. 
Die Zaunpfähle schnitt man von den Bäumen entlang der Zaunlinie. Wo es keinen Baumbestand hatte nahm man Eisenpfähle. Durchgangstore baute man alle 34 km. Alle 8 km errichtete man Fallen um die Kaninchen zu fangen. Der Kaninchenzaun Nr. 1,2 und 3 waren im 1907 fertig und hatte eine Länge von 3'256 km. Zu dieser Zeit kostete die Zaunkonstruktion ca. $ 250.- pro Kilometer. Für mehr als 30 Jahre half der Zaun die Kaninchen von West Australien fernzuhalten. Im 1976 sammelten sich mehr als 100'000 Emus in den nördlichen Gebieten des Zaunes auf der Suche nach Futter.
Heute ist der Zaun bekannt als "State Barrier Fence" und ist 1'170 km lang. Er geht vom Norden Kalbarri nach Ravenstorpe. Pro Jahr ersetzt man etwa 30 -35 km Zaun. Wenn man bedenkt, alles fing mit 24 Kaninchen an!
Unterwegs zur Westküste hatten wir Lunch in Wyalkatchem. Dort entdeckten wir ein ca. 8 Meter langes Gemälde an einer alten Hausfassade. Das Bild zeigt eine Ansicht aus dem Dorfleben von 1928. Einzelne Häuser der Main Street entlang stehen noch heute. Das Foto zeigt nur einen Ausschnitt aus dem Wandgemälde. Auf dem Weg zur Westküste machten wir einen Abstecher nach New Norcia.
New Norcia's Benedictine monastery
Die Stadt New Norcia ist nur zwei Stunden von Perth entfernt, aber man fühlt sich dort in eine ältere Epoche in Spanien zurückversetzt. New Norcia ist die einzige Klosterstadt in Australien. Die Stadt wurde 1846 von den Benediktinermönchen aus Spanien gegründet. Sie pflanzten damals Weizen, Gemüse, Fruchtbäume, Olivenbäume und Weintrauben an. Im Jahre 1850 bauten sie eine erste kleinere Mühle, der dann im Jahre 1879 eine grössere folgte. 
1886 installierten sie einen Holzofen für ihr tägliches Brot. Heute wird der Ofen immer noch gebraucht. Frische Brote sind im Klosterladen erhältlich. Eine geführte Tour brachte uns zu verschiedenen Gebäuden und Kapellen. Die Klosterkirche im Barockstil ist nicht sehr hoch, da die Höhe den verwendeten Baumstämmen angepasst ist. Der Schwerpunkt der Klosterarbeit lag in der Erziehung und Bildung der Landbevölkerung. So gab es insgesamt vier grosse Schulgebäude für die Mädchen und Knaben der Aboriginal- und der weissen Bevölkerung. In den Gebäuden trifft man auf schöne, alte Räume und Kapellen.

Heute ist der Schulbetrieb eingestellt und die Gebäude werden für Schullager und Seminare vermietet. Ende des 19. Jahrhunderts zählte der Ort etwa 80 Mönche, die spanischer Herkunft waren. Zur Zeit leben noch sechs Mönche im Kloster. Sie verkaufen Wein, Mehl, Olivenöl und verschiedene Früchte. Selbst hergestellte Souvenirs werden ebenso zum Verkauf angeboten. Das Museum zeigt einen interessanten Einblick in das Leben und Arbeiten der Mönche von damals. 
Eine neue Ausstellung widmet sich der alten Schule. Sie zeigt einen Ausschnitt, wie die Kinder früher ausgebildet und erzogen wurden. Aber auch welche Arbeiten sie errichten mussten. So tauchten wir für ein paar Stunden in die "Klosterwelt" ein. Der Einblick in die Tätigkeit der Mönche mit den Aboriginal people und der weissen Bevölkerung ist eindrücklich. Auf einem "Your Day at New Norcia" Infoblatt steht: "Willkommen! Der Mönch Dom Paulino ist 98 Jahre alt. Er kam von Spanien nach New Norcia als er 18 Jahre alt war. Er und seine Mönche von New Norcia heissen sie Willkommen in ihrem Heim. Da gibt es so viel zu Erfahren..."
Wie geht es weiter, wenn kein Mönch mehr hier lebt? Diese Frage stellten wir uns auf der Heimfahrt Richtung Perth.
Umgebung von Perth, der Abschied kommt näher!
Etwas südlich von Fremantle richteten wir uns auf dem Campingplatz ein. Täglich kommen und gehen Reisende mit ihren eigenen oder mit gemieteten Fahrzeugen. Man tauscht Erlebtes, Erfahrungen und viele Reisetipps aus. Oft ziehen sich die Gespräche bis tief in die Nacht hinein. Da wir unser Fahrzeug schon lange einem Schweizer Ehepaar verkauft haben, stehen bei uns noch einige "Bereitstellungsarbeiten" auf dem Programm. Eine neue Windschutzscheibe einsetzen lassen, neue Pneus montieren und einen Voll-Service durchführen. Fahrzeugpapiere ändern und wieder für ein Jahr neu einlösen, aber auch einen sichern Einstellplatz für die nächsten Monate suchen. Weil alles ein bisschen mehr Zeit braucht und wir seit bald einem Jahr keinen Stress mehr kennen, geniessen wir die letzten Wochen in Perth und in der Umgebung. So besuchten wir zwischendurch das Maritime Museum, das ausrangierte U-Boot, das Fremantle Prison, so wie das "Round House". Ja, und dann wollen wir ja auch noch etwas Neues lernen.
Fremantle ist der Haupthafen von Westaustralien. Er liegt an der Mündung des Swan Rivers, nur 19 km von Perth entfernt. Fremantle wurde 1829 von Captain Charles Howe gegründet. Zwischen 1850 und 1868 kamen rund 9'000 Sträflinge nach Fremantle. Die Sträflinge wurden eingesetzt um viele Gebäude zu bauen. Mit dem Beginn des Goldrushes entwickelte sich Fremantle bald zu einem wichtigen Hafen. Heute sieht man noch die koloniale Architektur, welche Fremantle zu einer schönen und historischen Stadt macht. Fremantle hat den Charme von gestern behalten und ist heute ein beschäftigter Fisch- und Cargohafen.

Maritime Museum und Shipwreck Galleries
Das Museum "Shipwreck Galleries" zeigt eine einmalige Ausstellung über die Schifffahrt von der Zeit um 1600 bis zur Niederlassung der Briten in Westaustralien. In der Eingangsgallerie sind Boote der Aboriginals und die Geschichte über die Entdeckung und Erkundung Australiens duch die Europäer zu sehen. Teile und Transportgüter des Schiffswracks Batavia, gesunken 1629 vor der Küste, sind schön restauriert ausgestellt. Besonders eindrucksvoll sind die Geschichten und die aus den Wracks geborgenen Gegenstände von bekannten, gesunkenen Schiffen. In den vergangenen Jahrzehnten entdeckte man einige alte Schiffswracks und deren kostbaren Schätze. So sind in verschiedenen Vitrinen viele Münzen aus Gold und Silber, kostbares Geschirr, Gläser und Schmuck ausgestellt. 
Das Maritime Museum zeigt die Hafengeschichte von Fremantle, unter anderem die Einwanderung von tausenden von Immigranten. Auf Fotos, Bilder und Gegenständen sahen wir, was sie mit dem Schiff mitbrachten, wie sie lebten und arbeiteten. Das waren noch Zeiten, als der Hafen in Fremantle klein begann...
Auf einer geführten Tour durften wir das Unterseeboot "HMAS Ovens" besuchen. Das U-Boot ist ein Denkmal für jene, die ihr Leben gaben, als sie während dem zweiten Weltkrieg von Fremantle aus im U-Boot Dienst leisteten. Wir konnten das U-Boot in seiner ganzen Länge vom Torpedoraum bis in den Maschinenraum besichtigen. Wir bekamen einen Eindruck, wie die Mannschaft auf kleinstem Raum arbeitete, essen und schlafen musste. Unsere Führung dauerte über eine Stunde und wir waren froh, als wir wieder den blauen Himmel sahen.

Das "Round House" ist ein sehr altes Gebäude in Westaustralien. Es wurde 1830-31 als Gefängnis errichtet. Es umfasst acht Zellen und eine Gefangenen-Residenz, die alle um einen zentralen Hof herum angeordnet sind. In den 1800er Jahren wurden in der Bucht von Bathers Beach unterhalb des Round House Wale gejagt. Als Teil des Walfangbetriebes wurde ein Tunnel unter dem Round House gebaut, um leichten Zugang zur Stadt zu ermöglichen. Ein Beobachtungsposten alarmierte die Bootsbesatzungen, sobald ein Wal gesichtet wurde. Gefangene Wale wurden an den Strand zurückgeschleppt und dort verarbeitet. 
Als die ersten 75 Gefangenen aus England 1850 ankommen, um die schwindende Bevölkerung der Kolonie zu verstärken, erwies sich das Round House als zu klein, um sie aufzunehmen. Die Sträflinge bauten ein neues Gefängnis, das in den 1850er Jahren fertiggestellt wurde und bis 1991 als Gefängnis von Fremantle benutzt wurde.

Das Fremantle Prison war einst eines der berüchtigsten Gefängnisse des Britischen Empires. Hier waren britische Sträflinge sowie örtliche, militärische und Kriegsgefangene untergebracht. Bei der geführten Tour durch das grosse Gefängnisareal erfährt man viel über das Leben hinter den Mauern. Die Zellen hatten noch keine Toiletten, die Insassen mussten Eimer benutzen, was im Sommer zum Problem wurde. Nach der Schliessung dauerte es über ein Jahr, bis sich der Gestank aus dem Mauerwerk verzogen hatte.
Tagsüber hielten sich die Gefangenen in einem begrenzten Aussenbereich auf. Dort kam es regelmässig zu Schlägereien und Todesfällen. Auch der Hinrichtungsraum mit dem Galgen, der zum letzten Mal 1960 im Einsatz war, steht den Besuchern offen. Das Fremantle Prison hat Geschichte und gehört zu den wichtigen historischen Gebäuden des Landes. Die Tour war eindrücklich und stimmte uns nachdenklich. In einem solchen Gefängnis möchten wir wirklich nicht länger als anderthalb Stunden verweilen...

Fahrzeug-Unterhalt
In den letzten Wochen, in der Umgebung von Perth, machten wir noch diverse Service-Arbeiten an unserem Fahrzeug. Auf den vielen tausend Kilometer Outbackrouten flogen immer wieder kleinere und grössere Steine gegen unsere Windschutzscheibe. Entgegen- kommende Fahrzeuge und Road Trains bringen oft einen kleinen Steinregen mit sich. Von zwei grösseren Einschlägen hatten wir am Anfang nur kleine Risse. Diese weiteten sich mit der Zeit aus, so dass unsere Windschutzscheibe ausgewechselt werden musste. Beide Risse zusammen erreichten eine Länge von 1.20 Meter. In Australien gibt es nicht nur spezielle Werkstätten zum Windschutzscheiben wechseln, auch Mobile Fahrzeuge kommen zum Kunden und wechseln die Windschutzscheibe vor Ort aus. Nun bekam ich noch eine Gratislektion im Windschutzscheiben auswechseln. Der junge Profi verstand sein Handwerk, jeder Handgriff war meisterhaft.
Nachdem er den Profilgummi eingesprüht hatte, drückte er mit dem Fuss in einer Ecke die Windschutzscheibe nach Aussen, wobei er darauf achtete, das Gummiprofil nicht zu verletzten. Als die Scheibe oben weit genug von der Front weg war, zog er unten den Profilgummi aus dem Rahmen. Der Profilgummi wurde nicht ersetzt, da er noch fast neu war. Den Frontrahmen und Profilgummi reinigte er gründlich. Die neue Scheibe legte er mit der Aussenseite nach oben auf zwei Böcke. Dann montierte er die Gummidichtung an der neuen Scheibe, wobei er alle vier Ecken zuerst genau ausrichtete. Ein dünnes Seil drückte er allseitig in die Gummiprofil- Nut und liess die Enden genügend vorstehen. Jetzt richtete er die Windschutzscheibe auf dem Frontrahmen exakt aus und begann an den Seilenden den Profilgummi nach Innen zu ziehen. Anschliessend überprüfte er innen und aussen die Dichtung und reinigte am Schluss die neue Windschutzscheibe. "It's easy to do" meinte er am Schluss. Nach ca. 40 Minuten konnten wir die Werkstatt der "Instant Windscreens & Tinting" verlassen. Ein Super Service, fachgerechte Arbeit und dazu noch eine tolle Lektion unter dem Motto: "Do it your self". Thank you!
Vier neue Pneus montieren, in weniger als einer Stunde.
Gleich neben der Instant Windscreens Werkstatt entdeckten wir ein "Bridgestone Tyre Centre". Der Boss checkte unsere alten Pneus, machte einen Fixpreis und fuhr gleich in die Werkstatt. Wir wollten wieder neue Bridgestone "Desert-Dueler" Pneus für unseren Nachfolger montieren lassen. Nun traten vier junge Burschen in Aktion. Jeder demontierte ein Rad und entfernte das Ventil. Anschliessend wurde die Spannfelge demontiert und der alte Pneu mit dem Schlauch entfernt. 
Die neuen Pneus standen bereits neben dem Fahrzeug und die Jungs montierten sie rassig. Unsere Räder haben einen Durchmesser von 80 cm und im Vergleich zu den Lastwagen-Pneus sind sie klein und leicht. Nach dem Auswuchten montierten sie die Räder und überprüften nochmals alle Radmuttern. 
Schneller und besser gehts kaum. Als ich den Jungs ein Trinkgeld zusteckte, waren sie überrascht und bedankten sich. Ein Lastwagen brachte eine Ladung neuer Pneus und gleich legten die Burschen Hand an zum Ausladen. Nun hat unser Fahrzeug fünf neue Pneus und Schläuche. Der Vollservice wurde in der Toyota-Garage in Rockingham ausgeführt.
Ein neuer Aussenspiegel und der lange Weg dazu!
Über unsere Reise in Australien könnten wir zahlreiche Geschichten schreiben, doch wir wollen auch Vieles nur in unseren Köpfen festhalten. Doch unser Aussenspiegel schrieb Geschichte. Im Büro "Licensing Services" wollten wir unser Fahrzeug auf den neuen Fahrzeughalter umschreiben lassen. Die Dame erklärte uns, dass wir in unserem Auto noch eine elektronische Diebstahl-Sicherung einbauen müssen, das sei ein neues Gesetz in Australien. Es geht darum, dass man die Autos nicht mehr "Kurzschliessen" und mit dem Fahrzeug wegfahren kann. So suchten wir die autorisierte Werkstatt auf und das elektronische Schloss wurde innerhalb einer Stunde zum Preis von 143 Dollar eingebaut. Nun ist unser Fahrzeug diebstahlsicher. 
Als wir von der Werkstatt wegfuhren, brach unser Aussenspiegel auf der Beifahrerseite ab. Das Kunststoff-Kugelgelenk war spröde und deshalb musste der Spiegel ersetzt werden. Kurze Zeit später standen wir in einem schönen grossen Toyota Verkaufscentre und der Ersatzteil-Verkäufer suchte im PC nach unserem gewünschten Aussenspiegel. Er müsse einen neuen Spiegel bestellen zum Preis von 350 Dollar. Kein Witz! Ein ganz gewöhnlicher Aussenspiegel, nicht etwa von innen verstellbar oder mit einer Heizung. Wir lehnten dankend ab und machten uns auf die Suche nach anderen Werkstätten.

In mehreren Garagen und Autoshops hielten wir Ausschau nach einem neuen Spiegel und fragten jeweils die entsprechenden Fachleute. Einer meinte sogar, dieser Spiegel sei " very, very expensive"! In mehreren Inseraten sahen wir unseren Bushcamper als Neuwagen ausgeschrieben. Der stolze Preis für einen Toyota Landcruiser mit aufgebautem, festem Hochdach und Einrichtung kostet neu gegen 95'000 Dollar. Doch dass ein Aussenspiegel 350 Dollar kosten soll, konnten wir nicht glauben. Am Freitagabend gaben wir dann die Suche auf. Übers Wochenende hatten wir Zeit zum Überlegen, wie wir das kleine Problem lösen wollen.
Am Montagnachmittag suchten wir ein anderes grosses Toyota-Centre auf. Auf dem riesigen Parkplatz standen in Reih und Glied zu hunderten Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Eine freundliche Dame führte uns zum Glaspalast und als wir eintraten blendete der hochglanzpolierte Boden. Der sehr schöne und grosse Verkaufsraum hatte im hinteren Teil ein Ersatzteillager. Der Verkäufer schaute unseren defekten Spiegel an und verschwand im Lager. Kurz darauf kehrte er zurück und teilte uns mit, dass er keinen solchen Spiegel hätte. Auf unsere Frage, wo wir den einen Ersatzspiegel kaufen könnten, gab er uns eine unverständlich, lange Wegbeschreibung Richtung Perth an. Regine bat ihn noch, er möge uns den Namen der Firma und die Strasse aufschreiben, doch er winkte ab. Schon wendete er sich "wichtigeren" Geschäften zu. So verliessen wir das grosse Auto Areal ohne neuen Aussenspiegel. Wir fuhren den beschriebenen Weg Richtung Perth ab, doch als die Hochhäuser der City immer näher kamen, kehrten wir um. Auf der Rückfahrt zum Camping machte Regine noch ein paar Einkäufe in einem Shoppingcentre. 
Da in den letzten Wochen in Perth und in Rockingham auf Parkplätzen an der Beach mehrere Autos, auch Mietfahrzeuge, aufgebrochen und ganze Reiseausrüstungen gestohlen wurden, sind wir sehr vorsichtig geworden. Ein Betroffener machte sogar Plakate an den Busstationen, man möge ihm doch wenigsten die Fotos von seiner dreimonatigen Reise in Australien zurückgeben, den Rest können die Diebe behalten.
So betrachtet ist unser defekter Aussenspiegel nicht der Rede Wert. Als Regine zurückkam machte ich ihr den Vorschlag, in Wanneroo, wo es viele kleine Handwerksbetriebe gibt, einen letzten Versuch zu unternehmen. Per Zufall fuhren wir abseits der grossen Hauptroute in eine kleine Seitenstrasse und von dort auf einen Vorplatz einer ganz kleinen Garage. Mit dem Spiegel in der Hand trat ich ein und ein freundlicher Automech, mit Fett- und Ölverschmierten Händen, begrüsste mich. Kaum sah er meinen kaputten Aussenspiegel in der Hand, nahm er sein Handy aus dem Sack und tippte eine Nummer ein. "No problem" meinte er lachend. Er nahm ein Blatt Papier und begann eine Skizze zu erstellen, wo der Shop ist. Doch dann meinte er: "Follow me!" Er sprang in sein Auto und wir fuhren rassig hinter ihm her. Nach etwa fünf Minuten parkten wir vor einem Ersatzteillager. Der gewünschte Spiegel lag bereits auf der Theke. Ein Trinkgeld lehnte der Automech ab. Doch wir blieben hart und machten ihm klar, dass wir bereits fast zwei Tage "verlauerten" und er uns jetzt wirklich helfen konnte. Lachend verabschiedete er sich von uns. Dann kam die grosse Überraschung. Der neue Toyota Aussenspiegel kostete 35 Dollar. (ca. SFR 35.-) Kaum zum Glauben! Dazu schenkte er uns noch zwei neue Montageschrauben. Ein Super-Service. Als wir auf dem Parkplatz den neuen Spiegel montierten sahen wir die einfache Firmentafel: Master Auto Parts - Toyota Direktimport!

"Den Wasserkocher bringe ich zurück," sagte Regine und ging.
Der Thermostat von unserem Wasserkocher gab nach über 11 Monaten den Geist auf. Provisorisch reparierte ich das Gerät, so dass uns weiterhin heisses Wasser für Kaffee, Tee und zum Abwaschen zur Verfügung stand. Doch es war nur eine Notlösung. Für uns ist der Wasserkocher ein wichtiges Haushaltgerät auf der Reise. So brauchten wir Gasflasche und Kochherd nicht jedesmal aufzustellen für eine Tasse Kaffee. Regine suchte in unserem Papierkram nach Quittung und Garantieschein und wurde schliesslich fündig. Im grossen Einkaufszentrum im Norden von Perth hatten wir das Gerät vor fast einem Jahr gekauft. Auf Walters Sprüche musste sie nicht lange warten. "Den Wasserkocher zurückbringen, nach fast einem Jahr, gehts noch." Zugegeben, das Gerät sah dank unserer Pflege fast wie neu aus. "Du kommst nicht mit," fragte sie neckisch, obwohl sie die Antwort schon wusste. Nach etwa zehn Minuten stand sie mit dem gleichen, aber neuen Wasserkocher wieder beim Auto und strahlte. Gut gemacht! Hartnäckigkeit macht sich bezahlt. Jetzt haben unsere Nachfolger einen neuen Wasserkocher! Ich kann nur hoffen, dass sie zuhause nicht noch Quittung und Garantieschein von mir findet, sonst muss ich damit rechnen, noch eingetauscht zu werden...
Ausflug nach Rottnest Island
Der blaue Himmel begrüsste uns am Morgen. Den kleinen Abstecher übers Wasser planten wir schon lange. Mit dem Free-Bus fuhren wir nach Fremantle zum Hafen, wo uns die Fähre in 40 Minuten zur kleinen Insel brachte. In der Thomson Bay, der einzige Ort auf der Insel, suchten wir die Fahrradvermietung auf. Die 11 km lange und 4,5 km breite Insel ist ein kleines Fahrrad-Paradies. Mit zwei einfachen, alten Velos gings auf der fast autofreien Insel auf Entdeckungsreise. Ab und zu begegnete uns der Bus, der das Eiland stündlich umrundet. Traumhafte Strände und zahlreiche Buchten laden zum Baden, Tauchen und Schnorcheln ein. Unterwegs treffen wir auf grosse weisse Sanddünen und felsige Klippen. 
Die zahlreichsten Inselbewohner sind die ca. 50 cm grossen Quokkas. Die kleinen Känguruhs mit ihrem zottigen Fell und kurzem Schwanz haben eine Ähnlichkeit mit den Ratten. Die Kurzschwanzkänguruhs sind nachtaktive Tiere und verstecken sich tagsüber im Schatten von Bäumen und Büschen. Quokkas ernähren sich von Gräsern und Kräutern sowie von Blättern. Sie sind absolut stumm und geben auch keine Geräusche bei Auseinandersetzungen von sich.
Quokkas stehen unter Artenschutz und sind stark gefährdet. Auf der fuchsfreien, fast baumlosen und trockenen Insel haben sie sich den Lebensbedingungen der Insel angepasst. Sie gebären nur einmal im Jahr im späten Sommer. Die Jungen verlassen im August den schützenden Beutel der Mutter und werden bis Oktober unabhängig. Schade, dass es immer noch Touristen gibt die Wildtiere füttern.

Wir sind nicht zu alt, um auch etwas Neues zu lernen!
Regine hatte sich Mitte Woche in Fremantle zu einem Didgeridoo-Kurs angemeldet. Wir schauten uns im "specialty Didgeridoo Store" um und suchten nach einem schönen und geeigneten Instrument. Ein Aboriginal Verkäufer fragte dann Regine, ob sie das Didgeridoo nur zum Aufstellen oder zum Spielen brauche. Ganz im Ernst erklärte sie dem Verkäufer, sie wolle noch spielen lernen. Und der Aboriginal men strahlte und lachte sie an. Jeden Mittwoch um 18 Uhr beginne der Kurs "Beginners Intensive learn to play" hier in diesem Store. Er zeigte Regine noch ein paar Didgeridoo und welche Übungen sie mit den Lippen machen solle bis zum nächsten Mittwoch. Regine versuchte es und entlockte dem Didgeridoo bereits die ersten Töne. Weil die Uhr schon gegen Landenschluss zeigte, verschoben wir den Kauf auf den kommenden Mittwoch Nachmittag. Bevor wir den Laden verliessen, trug sich Regine noch in die Teilnehmerliste vom nächsten Kurs ein.
An der Küste südlich von Perth, in Rockingham, wurde ich heute mit vier anderen Kursteilnehmern in die Technik des Kitesurfen eingeweiht. Es war schon lange mein Wunsch, nach dem Windsurfen auch die Kunst des Kitesurfen zu erlernen. Heute stimmte einfaches Alles. Der Ort, ein perfektes grosses Stehrevier, das Wetter und der Wind, und nicht zuletzt eine tolle Ausbildungs-Crew. Zwei Aussies, ein Holländer und ich trugen das Kitesurfmaterial zu einer grossen Sandbank. Zwei junge Kitesurf-Profis nahmen sich vier Stunden Zeit und Geduld um uns die tolle Sportart näher zu bringen. 
Mit einem kleinen Übungskite übten wir das Handling auf der Sandbank. Schon nach kurzer Zeit hatten wir das kleine Segel im Griff und wir konnten die grösseren Schulungskites aufbauen. Voll ausgerüstet, aber noch ohne Brett gings ins Meer. Das Wasser kristallklar, warm, etwa einen Meter tief und ein feiner Sandboden boten beste Voraussetzungen. 
Zuerst machten wir noch ein paar Startübungen mit dem Kite am Strand. Der Schulungskite hob uns doch zwischendurch mal in die Höhe, so dass wir uns gegenseitig gut sicherten. Auch mit dem Handling der "Bar", zwei- und einhändig den Schirm zu steuern, war der Surflehrer zufrieden. Die Übungen um den Kite exakt in die gewünschte Position zu platzieren machten wir abwechslungsweise. Der Surflehrer gab die Richtung an, zum Beispiel Richtung 9 Uhr, 12 oder 15 Uhr, und wir stellten den Kite genau in diese Postion.

Im Wasser wiederholten wir die Übungen vom Strand und dann kam die nächste Lektion. Wir mussten uns aufs Wasser legen und der Schirm zog uns. Nur der Körper gleitete auf der Wasseroberfläche, dabei steuerten wir den Kite einmal nach links, einmal nach rechts. Manchmal ging es aber auch recht schnell ab, und wir mussten den Schirm wieder in die neutrale Position stellen, so dass wir keinen Zug auf den Leinen hatten. Diese Übungen trainierten wir bis der Lehrer zufrieden war. Jetzt galt es den Kite nur noch mit einer Hand zu steuern und uns im Wasser ziehen lassen. Der freie Arm ausgesteckt, 45 Grad zum Kite, gab die Richtung an. Bei jedem Wendemanöver wechselte auch die Hand an der Bar. Gar nicht so einfach. 
Doch nach vier Stunden üben, sagte unser Surfprofi, morgen nehmen wir das Board. Dann zeigte er uns noch, wie man den Sicherheitsverschluss öffnet um sich vom Kite zu trennen, so dass er nur noch an der Sicherheitsleine fixiert ist. Das Zusammenlegen des Schirmes, das fachgerechte Aufwickeln der Leinen und verpacken lernten wir am Schluss. "We see us tomorrow at 3 o'clock pm, we hope the wind will be good", sagte unser Kiteprofi.
Am nächsten Nachmittag standen wir pünktlich bei der Surfschule, als sich gerade drei junge Girls für die ersten Lektionen anmeldeten. Leider kam der Wind für uns zum Lernen von der falschen Seite. So schlug der Chef uns einen neuen Termin vor. "Tomorrow 8 o'clock am , at the Swan River, by the Point Walter", sagte er. Wir schauten auf die Karte und fanden den Ort etwas südlich von Perth, dann kehrten wir auf den Camping zurück.
Am Abend stellte Regine die Weckzeit am Handy auf 05.45 Uhr. Kaum ertönte am Morgen der erste Klingelton, stand ich schon fast unter der Dusche. So meinte Regine später, in den letzten 11 Monaten sei ich noch nie so schnell aus dem Schlafsack gejumped. Da hatte sie recht! Nach dem Frühstück reihten wir uns in den Berufsverkehr Richtung Perth ein. Rockingham liegt nur 30 km südlich vom Swan River. Pünktlich um 8 Uhr erblickten wir den Traum-Spot für Kitesurfer. Bereits gab es schon mehrere farbige Kites in der Luft. Am sehr grosses Stehrevier am "Point Walter" übten die Anfänger und die Könner zogen ihre Show ab. Wir waren nur zu zweit. Der Holländer der an der Uni in Delft tätig ist und ich. Wir kannten uns schon vom Samstag, als wir zusammen übten.

Die nächste Übung war nicht so einfach. Der Schirm passend in den Wind stellen und mit einer Hand die Bar bedienen. Dann rückwärts aufs Wasser liegen und mit der anderen Hand das Board ausrichten und die Füsse in die Schlaufen stellen. Noch durften wir nur mit angezogenen Beinen auf dem Wasser gleiten. Wenn wir zuviel "speed" hatten standen wir auf dem Board und gleiteten ein Stück, bevor wir dann einen Taucher Richtung Kite machten. So mussten wir zuerst mit angezogenen Beinen eine Zickzackline fahren. Diese Übung brauchte Zeit und wir hatten grossen Spass. Jedes Mal wenn wir ins Gleiten kamen, spürte man ein bisschen das Kitefeeling. Der Vormittag ging sehr schnell vorbei und gegen 11 Uhr verabschiedete sich der Wind. 
Auf dem kleinen Rasenplatz und auf der Sandbank packten etwa 20 Kitesurfer ihr Material zusammen. Morgen würde ich am liebsten gleich weiterfahren mit dem Kitesurfkurs. Doch wir haben unser Fahrzeug in der Toyota-Garage für einen Service angemeldet. Am Mittwoch ist dann der Didgeridoo-Tag!
Die ersten Didgeridoo Töne!
Nach einem Bummel durch die Fussgänger- zone in Fremantle suchten wir den "specialty Didgeridoo Store" auf. Wir waren vor einer Woche in dem Shop und der Verkäufer erkannte unsere Gesichter sofort wieder. Er begrüsste uns sehr herzlich und wir schauten verschiedene Didgeridoos an. Die Auswahl war gross, kurze, lange, dicke und dünne, aber auch schön bemalte und naturfarbene Instrumente schmückten den Store. Regine nahm verschiedene Didgeridoos und gab sie dem Verkäufer. Dieser spielte auf dem Instrument. Von den Kurzen ertönte ein hoher , von den Langen ein tiefer Ton. Die Beratung war sehr gut. Regine entschied sich für ein 106 cm langes und 1.8 kg schweres Didgeridoo. Es hat einen guten Ton und ist von der Künstlerin Ken Wark sehr schön bemalt. Das Didgeridoo ist aus Eucalyptus-Holz und stammt aus der Gegend von Katherine. Eine Lern-CD und ein schwarzer Stoffsack kam noch dazu. 
Die Uhr zeigte gegen 18 Uhr als im Laden Stühle für eine Gruppe von 14 Leuten bereitgestellt wurden. Sie hatten heute ihre zweite Didgeridoo Lektion. Simon nahm uns mit in den ersten Stock, wo er Regine privat unterrichtete. Sie freute sich schon lange auf das Didgeridoo spielen. Simon macht ein Musikstudium, spielt verschiedene Instrumente und ist ein guter Digeridoo Spieler. Nach einer interessanten Einführung über die Suche, Herstellung und das Holz des Didgeridoos kam die erste Übung. Simon spielte vor und Regine entlockte dem Instrument die ersten Töne. Dann kamen Übungen mit den Lippen, der Atmung und mit verschiedenen Tönen.
Simon war von Regine sehr begeistert, weil sie so schnell alles begriff und nachspielen konnte, was er verlangte. Mehrmals sagte er zu ihr: "You are a natural talent." So war Regines erste Lektion ein voller Erfolg. Simon meinte, andere Schüler könnten nach der dritten Lektion nicht soviel, wie sie jetzt nach einer Lektion spielen kann. 
Er erklärte Regine noch Übungen zur Atmung. Die Schwierigkeit beim Didgeridoo ist, immer einen Ton zu spielen und gleichzeitig einzuatmen. Der Vergleich mit der Sprache ist wirklich gut. Er meint, wir sprechen fortlaufend und atmen doch auch gleichzeitig ein. Nach über einer Stunde verabschiedeten wir uns von Simon und Regine versprach ihm, fleissig zu üben. Am nächsten Tag übten wir weiter auf dem Camping und entlockten dem Didgeridoo klangvolle Töne. Wir haben ja noch ein bisschen Zeit. Es macht wirklich Spass dem Didgeridoo Töne zu entlocken. Regine hat Konkurrenz bekommen, denn auch ich habe natürlich viel vom Kurs profitiert. So versuchen wir zusammen immer schönere und bessere Töne zu spielen. Ich denke, das Didgeridoo wird uns auch später auf Reisen begleiten. Zum Spielen brauchen wir auch keine Noten. 
It's time to say goodbye!
Ein wunderschönes Reisejahr geht zu Ende. Ein Traum wurde Wirklichkeit. Wir lernten ein grossartiges Land kennen und "Down Under" lebt in unseren Herzen weiter. Wir suchten das Outback und wurden überrascht von der vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft und deren Bewohnern. Besondere Spannung bot das Reisen auf verkehrsarmen, einsamen Tracks. Wir durften eine grosse Freiheit geniessen und erlebten oft wochenlang Natur pur! Wir hatten Zeit für einander und konnten das Erlebte verarbeiten. Wir kamen mit wenig Wohnlichkeit aus, dafür lebten wir meist unter blauem Himmel. Ein guter "Geist" begleitete uns, denn wir waren nie krank, hatten keinen Unfall, erhielten keine "Penalties"und erlebten keine Verkehrskontrollen. Wir nahmen uns Zeit beim Reisen, Stress war unbekannt und der Terminkalender fast immer leer. 
Unser letztes grosses Highlight!
Der letzte Australientag bleibt für uns unvergesslich. Wir lernten im Norden von Perth, in Guilderton auf dem Camping Editha und Abbi kennen. Sie wanderten vor über 20 Jahren nach Australien aus. Heute leben sie am Stadtrand von Perth in einem wunderschönen Haus, umgeben von einer traumhaft grossen Naturlandschaft. Sie gaben uns ihre Adresse mit dem Hinweis, wenn wir in Perth zurück sind, sollen wir uns einmal melden. Etwa zwei Wochen später durften wir sie besuchen und wir waren Willkommen! Bei einem feinen Zvieri plauderten wir über das Reisen. Dann verwöhnten sie uns mit einem sehr guten Nachtessen und Abbi zeigte uns noch, wo wir das Fahrzeug für den Nachfolger einstellen können. Wir fühlten uns zuhause und verbrachten einen wunderschönen Abend mit ihnen. Zur späten Stunde kehrten wir auf den Camping zurück.
Ein Woche später erhielten wir ein Mail von ihnen, wir sollen uns vor unserer Abreise nocheinmal melden. So durften wir den letzten Tag in Australien mit ihnen verbringen. Zuerst stellten wir unseren Bushcamper im einem "Self Storage" für die nächsten drei Monate für unseren Nachfolger ein . Abbi holte uns ab und wir verbrachten einen sehr schönen Tag mit ihnen. Mit einer feinen Schweizer-Rüeblitorte überraschte uns Editha! Auf dem Spaziergang durch die Buschlandschaft entdeckte Abbi noch einen Kookaburra. Am Abend verwöhnten sie uns noch mit einem feinen Nachtessen. Gegen 19 Uhr brachte uns Abbi dann auf den Flughafen.
Liebe Editha, lieber Abbi, ganz herzlichen Dank für die grossartige Gastfreundschaft und die schönen Stunden mit euch. Wenn ihr eure Heimat besucht, vergesst nicht einen Zwischenstopp bei uns einzuplanen. Wir würden uns riesig freuen. Wir wünschen euch von ganzem Herzen alles Gute.
Ein paar wichtige Grundsätze beim Reisen nahmen wir ernst. So trugen wir unsere beiden Rucksäcke mit den Wertsachen immer auf uns, wenn wir den Bushcamper irgendwo parkierten. Nie Wertsachen im Auto zurücklassen! Genügend Wasser, Verpflegung und Treibstoff mitführen, wenn es auf lange Outbackrouten geht. Die Geschwindigkeit dem Zustand der Gravelroads anpassen und detailiertes Kartenmaterial mitnehmen. Eine gute Reiseplanung und entsprechende Vorbereitung erspart manchen Ärger. Nun nehmen wir Abschied nach 12 Monaten von einem traumhaft schönen Kontinent mit reicher Erfahrung und einer grossen Bereicherung. Zuletzt aber danken wir allen, die uns mit Mails überraschten. Wir freuten uns wirklich über jede Nachricht aus der Heimat und der übrigen Welt.

Mit kaum einer Handvoll Souveniers kehren wir vom grossen Kontinent zurück. Dafür mit vielen Bildern die uns immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wenn wir sie betrachten.
Zum Abschluss vom Monat April 2009 das Bettmümpfeli von Regine und Walter:
"Auf unserer Australien-Reise waren unsere Herzen und Gedanken meist im Einklang miteinander".